Vielen Dank an Stefanie Böhme für den folgenden Gastbeitrag.
Hier findet Ihr den Bericht auch als PDF.
"Chancen und Möglichkeiten der SV-Arbeit" unter diesem Motto lief das SV-Seminar vom 17.11.02 bis 20.10.08 in Berlin.
In diesem Seminar wurden die Grundinformationen zur SV-Arbeit vermittelt. Wir, die SchülerverterInnen der berufsbildenden Schulen aus dem Bereich der Landesschulbehörde in den Abteilungen Hannover und Weser-Ems haben durch die SV-Berater Manfred Klages und Klaus- Jürgen Beer sehr viel über unsere Möglichkeiten in der Schülervertretung erfahren..
Schon die Hinfahrt aus Hannover mit dem ICE bot ein erfreuliches Zusammentreffen von vielen engagierten und erwartungsvollen SchülervertreterInnen, die sich während der Fahrt auch sogleich mit viel Interesse austauschten und Kontakte knüpfen. Alle Teilnehmer freuten sich auf die vielen interessanten Erlebnisse in der Hauptstadt Berlin. Kaum in Berlin angekommen, das Gepäck sicher verwahrt, ging es auch schon los. Eine Führung im Reichstag stand an.
Kurz und dennoch äußert beeindruckend waren die Informationen über dieses eindrucksvolle Gebäude. Ob die Geschichte des Hauses, die Arbeitsweise der Parlamentarier oder die abschließende Besichtigung der Glaskuppel, mit beeindruckendem Blick auf die Hauptstadt, waren sehr ansprechend.
Nach diesem Ausflug hieß es Gepäck vom Bahnhof abholen und ab ins Hostel die Zimmer beziehen. Am Abend ging es dann mit einer offiziellen Vorstellungsrunde aller TeilnehmerInnen los. Nach diesem ereignisreichen Tag ließen wir den Abend unterschiedlich ausklingen und freuten uns schon auf den nächsten Tag.
Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück auch gleich wieder an die SV-Arbeit. Da viele verschiedene Bereiche der berufsbildenden Schulen vertreten waren, tauchten auch schnell spezielle Fragen auf, die in der ganzen Runde diskutiert und kommentiert wurden. Die Hauptfragen dieser Stunde waren:
Einige dieser Fragen begleiteten uns durch das ganze SV-Seminar. Es konnten viele Ideen oder Problematiken mit Lösungen ausgetauscht werden. Jeder konnte sich Anregungen für seine Schülervertretung holen.
Nach dieser Diskussionsrunde fuhren wir alle gemeinsam in Richtung Alexanderplatz und genossen ein leckeres Mittagessen im Lokal der Wahl (bevorzugt natürlich Burger King). Danach ging es auch wieder daran den vorher angefutterten Speck wieder los zu werden und die Stadt zu besichtigen. Hierfür trafen wir dann Rolf der uns ein wunderschönes und historisches Berlin gezeigt.
Hier ein Kleiner Auszug:
"Punkt 15 Uhr wird Rolf der Gaststadtbilderklärer am Bahnhof S-Alexanderplatz von
der super Hannoveranischen Gruppe begrüßt.
wir fahren zum Bahnhof Friedrichstraße.
Kurze Vorstellung Rolf - Geschichte der Friedrichstraße - und weiter geht’s zu den Unter den Linden.
Vorbei an der russischen Botschaft - den ZDF-Studios gelangen wir zum Brandenburger Tor. Beim Hotel Adlon unterhalten wir uns u.a. über die Kaffeepreise, die ewigen Baustelle U55, die Quälereien des "Pferdefuhrwerks" auf dem Tor. Das obligatorische Gruppenfoto mit dem Brandenburger Tor gelingt zum Glück vor dem großen regen.
Vorbei an der neuen US-Botschaft erreichen wir das Holocaust-Mahnmal, die Gedenkstätte der ermordeten Juden in Europa.
Es geht weiter zur Topographie des Terrors - dem noch erhaltenen Originalen Mauerresten - direkt zum Checkpoint Charlie.
Im Mauermuseum erfahren wir interessante Details über die DDR-Diktatur und "Mauererlebnisse".
so gegen halb7 endlich der ersehnte Feierabend. Manfred hat im Lindenbräu im SonyCenter am Potsdamer platz einen gemütlichen Ort für einen gemeinsamen Abschlusstreff gefunden.
etwa 20:30 Die Gruppe verabschiedet sich von Rolf, welcher mir Manfred und Klaus im EuropaCenter noch einen Abschlusscafé genoss."
Mittwochmorgen ging es wieder mit der SV-Arbeit weiter. Manfred und Klaus erklärten wichtige Punkte der eigenverantwortlichen Schule, sowie den Schulvorstand. Sie beantworteten unerbittlich Fragen unsererseits und brachten uns das Schulgesetz bildlich und logisch näher. Wir lernten viele interessante Dinge und waren auch voller Elan am zuhören und Fragen stellen. Nach diesem ausgiebigen Frage-Antwort-Spiel mussten sich alle zunächst einmal stärken. Kaum getan ging es schon wieder los. Es hieß: Fragen ausdenken. Denn im Verlauf des Tages sollten wir die ehemalige Forschungs- und Bildungsministerin, Frau Bulmahn, kennen lernen. Natürlich hatten wir alle viele viele Fragen in ganz unterschiedlichen Bereichen. Somit fingen wir an diese Fragen zu gliedern. Pünktlich 15.30 waren alle Fragen an der richtigen Stelle und wir machten uns auf den Weg.
Sicher und dem Regen entkommen, saßen wir dann im Paul-Löbke-Haus und warteten gespannt auf Frau Bulmahn. Die Stunde, die wir leider nur hatten, war sehr eindrucksvoll. Zunächst einmal erzählt Frau Bulmahn von sich und berichtete über die Arbeit der Abgeordneten. Danach ließ sich die ehemalige Bildungs- und Forschungsministerin mit unsere Fragen löchern und beantwortete diese sehr zufrieden stellend und ausgiebig.
Im Anschluss dieser informativen Stunde begaben wir uns auf den Weg in Richtung Kurführstendamm. Nach einer Stunde zur freien Verfügung und einem kleinen Happen zwischendurch durften wir die Vorstellung des Berliner Kult-Kabarett „DIE STACHELSCHWEINE – Angezählt… ansonsten heiter!“ im EuropaCenter genießen.
Am Donnerstagmorgen ging es dann 10 Uhr auch schon wieder los zum Hauptbahnhof Berlin. Die Rückreise war noch einmal ein wunderschöner Ausklang dieser interessanten und wundervollen Seminarfahrt nach Berlin. Am Bahnhof Hannover hisse es dann gegen halb 2 endgültig Abschied nehmen. Doch nicht für immer denn viele haben schon Pläne über gemeinsame Projekte oder Unterstützungen geschmiedet.
Stefanie Böhme